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Faszienbehandlung bei Knieschmerzen

Von: Berengar Buschmann

28.01.2015 | Myofascial Training

 

 

Beim Springtraining hat sich unsere Patientin bei einem Sturz vom Pferd eine Verletzung am Knie zugezogen und klagt seitdem an Knieschmerzen. Die Schmerzen bei Beugung werden zudem begleitet durch ein Ödem. Ein Pretest zeigt eine deutliche Problematik beim Hinsetzen. Durch eine myofasziale Entlastung in Form von myofaszialem Taping können die Schmerzen der Patientin jedoch von fünf auf null gesenkt werden. Eine Weiterversorgung des Rectus Femoris kann anschließend mit einer Foamroll erfolgen.

Euer Berengar

Kommentare

20.05.2015 10:32 | Berengar Buschmann

Hallo lieber Lars, vielen Dank für deinen Kommentar. Völlig korrekt ist, dass unser Organismus zumeist Schmerzen oder Ödeme produziert, um den Körper zu schützen. Dazu gehören auch gewisse Entzündungsprozesse, welche man nicht immer beschleunigen muss, will oder kann. Inwieweit man hierbei dann Schmerz und Ödem vorhanden lassen möchte, ist eine Frage der individuellen Einschätzung. Fakt ist, dass kein Lymphgefäß seine volle Transportkapazität erreichen kann, wenn es von elastischen Bindegewebsfasern eingeengt wird. Für eine korrekte Betrachtung ist es daher wichtig zu wissen, dass das oberflächliche Lymphsystem mit den initialen Lymphgefäßen durch die fascia superficialis verläuft. Zudem sind diese initialen Lymphgefäße dazu bemächtigt über Wasserscheiden hinweg (durch die Faszie) Wasserlasten zu transportieren. Doch beim Foam Rolling wird die lymphpflichtige Last unmittelbar in die Venolen zurückgepresst (Resorption steigt). Daher ging es in diesem Beispiel nicht um das konkrete Ziel das Lymphsystem anzusprechen (wofür der Druck ohnehin zu groß ist), sondern das Ödem und Schmerzen über andere Mechanismen zu lindern. In meinen Augen und mit der richtigen Information an den Patienten macht das sehr häufig Sinn, da andernfalls beide Reaktionen zu enormen Kompensationen führen, welche das Leben für den Patienten und auch für dem Therapeuten langfristig schwieriger gestaltet. Unser Körper hat sicherlich viele Selbsthelungskräfte, doch doch bedarf es häufig spezifisch unterstützter Maßnahmen, insbesondere in der Regeneration. Es geht daher niemals darum, nur die Faszie zu betrachten oder einen Hype zu produzieren. Es geht darum den Menschen als Ganzes zu betrachten und seine Lebensqualität zu verbessern. Kurz um: Schmerzempfinden runter, Ödem reduzieren = bessere Beweglichkeit (+ Aufklärung des Patienten/Wundheilung) = bessere Resorption = weniger Kompensationen = geringere Gefahr für Teufelskreisläufe! Viele Grüße Berengar Buschmann

14.05.2015 13:46 | Lars Hüneke

Bedenkt doch BITTE mal bei eurem ganzem Myofaszienhype, dass die Faszie einen Schutz für ein (sichtbar geschwollenes, akut wahrscheinlich entzündliches, verletztes)Gelenk bedeutet...So kommt vielleicht viel zu früh Belastung ins Knie, noch dazu mit dem Roller das Ödem gegen die Lymphabflussrichtung zurückdrücken!!??

29.01.2015 13:26 | Markus Erhard

Die grünen Socken sind wirklich der Hammer. Zusammen mit dem Metallica T-Shirt überragend.

28.01.2015 16:33 | Markus Erhard

Der Unterschied zwischen Myofacial Taping nach Erhard und kinesiologischem Taping Da wir so häufig die Frage gestellt bekommen ob sich das Myofasziale Taping nach ERHARD zu kinesiologischem Taping unterscheidet habe ich hier einmal eine kleine Zusammenfassung geschrieben. Die Techniken sind komplett anders, und vor allem die ganze Herangehensweise. Es geht erst einmal gar nicht um Taping, sondern erst darum, die Faszie, das myofasziale System zu verstehen und welche Auswirkungen es vor allem auf Schmerz, Haltung, Bewegung. Dies ist neu. Auch, dass die physiologischen Effekte, allen voran ein Myofaszialer Release, farbunabhängig erzielt wird. Wellenbildung (Convolutions) ist ebenfalls nicht entscheiden. Entscheidend ist wie man mit dem Gewebe umgeht. Das ist in erster Linie rein mechanisch und wird dann von den Rezeptoren neuronal umgewandelt. Es geht dabei grundsätzlich um das Verschieben des Gewebes, bzw. der Faszie. Vor allem das gezielte Verschieben der Faszie ist wichtig. Nur durch Verschieben der Faszie in die richtige Richtung, an den richtigen Stellen, mit angepasstem Zug wird ein intensiver myofaszialer Release mit Spannungs- und Schmerzreduktion erzeugt. Wichtig ist, dass man genügend verschiebt um die Reizschwellen der verschiedenen Rezeptoren zu erreichen. Macht man dies nicht, dann kommt dieser spezielle Release nicht. Wird jedoch an der richtigen Stelle genügend in die richtige Richtung verschoben dann wird die myofasziale Spannung innerhalb einem Bruchteil einer Sekunde normalisiert, der Schmerz wird reduziert (falls ein Schmerz vorher vorhanden war), Bewegung wird wieder kraftvoll, gut koordiniert und erweitert. Es ist definitiv nicht kinesiologisches Taping mit einen neuem Namen verpackt. Keiner würde je glauben wie groß der Unterschied Myofascial Taping nach Erhard zum kinesiologischen Taping ist solange man es nicht gesehen hat oder auf der Ausbildung war. Auch das Tape hat andere Eigenschaften. Was es jedoch schwierig macht, diese NEUE Methode von anderen zu unterscheiden ist, dass es auch bunte Tapestreifen sind, die es braucht, und deshalb erst mal ähnlich oder fast gleich aussieht. Egal wie viele Tapingkurse jemand schon besucht hat: Es lohnt sich für jeden der in der Therapie oder im Sport arbeitet - für wirklich jeden der Haltung und Bewegung wieder schmerzfrei machen möchte. Nicht nur kurzfristig sondern langanhaltend. Wer sich überzeugen möchte kann zum Beispiel hier die Kurse buchen: Physio Training Academy http://www.physiotrainingacademy.com/.../kursangebot.html Perform Better Europe: http://www.perform-better.de/.../Basiskurs-Myofascial... Anatomy Trains http://workshops.anatomytrains.co.uk/...

28.01.2015 15:14 | Markus Erhard

Ber, das hast du gut gemacht!

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